Der Waldwirtschaftsplan Bei der Erstellung eines Waldwirtschaftsplanes wird jeder einzelne Bestand, sein Alter, seine Baumartenverteilung, der Holzvorrat, seinen laufender Zuwachs, eventuelle Schäden aber auch seine Erschließung, seine standörtlichen Voraussetzungen und die Möglichkeit des Einsatzes von Maschinen erfasst. Außerdem werden die Bestände kartografisch abgegrenzt. Der Datenbestand ermöglicht eine mittel- bis langfristige Bewirtschaftungsplanung. Mittelfristig sind die waldbaulichen Maßnahmen und ihre Dringlichkeit für jeden einzelnen Bestand, der jährliche Hiebsatz für den ganzen Waldbesitz (Planungseinheit) und der Spielraum zur Anpassung an die jeweilige Marktlage von Bedeutung. Langfristig ist es die Sicherung der Walderträge auf Dauer. Der Waldwirtschaftsplan beinhaltet Bestandskarten (Luftbild, Kataster, Altersklassen,…) und ein Operat mit einer Bestandsbeschreibung (Holzvorrat, Standort, Bringungsmöglichkeit, usw.), eine waldbauliche Planung jedes einzelnen Bestandes (Aufforstung, Pflege-, Nutzungseingriffe,...), eine betriebliche Planung (Nachhaltigkeitshiebsatz, Erschließungskonzept, Dringlichkeit von Pflege- u. Durchforstungsmaßnahmen, Handlungsspielraum,….), das Evaluationsblatt zur Dokumentation und Überprüfung der gesetzten Maßnahmen und den digitalen Karten- und Datenbestand zur Einbindung in ein GIS. Aufschließungsplanungen im schwierigen Gelände Varianten werden aufgezeigt, ein Erschließungskonzept erarbeitet, die voraussichtlichen Kosten abgeschätzt und schließlich eine Detailplanung durchgeführt. Rekultivierung von Waldflächen Mit der Wahl der geeigneten Baumarten, einer effizienten Standortsvorbereitung, einer genauen Aufforstungsplanung, der Abschätzung der Kosten und Planung notwendiger Pflegemaßnahmen gelingt die Rekultivierung. Beratung Im Rahmen einer gemeinsamen Begehung, werden waldbauliche Möglichkeiten und praxisnahe Empfehlungen zur Behandlung des Waldes (Durchforstungseingriffe, Erschließung, ev. Baumartenwahl,…) besprochen außerdem erfolgt eine Abschätzung von Kosten und Ertrag. Forstliche Beweissicherung Zur Abschätzung der Umweltrisiken sind vielfach forstliche Beweissicherungen notwendig, beispielsweise in Form von pflanzensoziologischen Gutachten, standortskundlichen Analysen oder der Bewertung von naturräumlichen Gefahrenpotentialen. Nebelwald Costa Rica DI Dr. HEide Gotsmy